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Snowboarden - Historie

Fundamentales

Als Erfinder des Snowboards gilt der US-Amerikaner Jack Burtchett, der 1929 mit einer Holzplatte, auf der er sich mit einem Seil festhielt, erste Versuche auf Schnee talabwärts machte. Es gab allerdings in Österreich schon einen Vorläufer des Snowboards den Monogleiter, der durch Toni Leonhardt zuerst vorgestellt wurde. Ein erstes Rennen fand 1914 in Bruck an der Mur statt.

 

Diesen selbstgebauten Untersätzen folgten 1965 in den USA die ersten Schnee-Gleitbretter, die auf Initiative von Sherman Oppen industriell hergestellt wurden. Das Snowboard war aus Plastik, hatte eine Länge von 1,20 m und eine Halteleine. Es gab noch keine Bindungen und Stahlkanten. Wenn auch mehr als eine Million Bretter verkauft wurden, es blieb aus heutiger Sicht nur ein Spielgerät.

Zwölf Jahre später gründet der US-Amerikaner Jake Burton Carpenter eine Firma, die ein flexibles Holzboard mit aufgeschraubten Waserskibindungen entwickelt. Die amerikanischen Jugendlichen und Kinder freundeten sich sehr schnell mit dem neuen Sportgerät in den Wintersportzentren des Landes an. Anfang der achtziger Jahre durften die "jungen Wilden" zunächst versuchsweise auf die alpinen Rennstrecken. 1981 wurden schon Rennen organisiert. Die erste Landesmeisterschaft wurde 1982 in der Abfahrt und im Slalom ausgetragen. Das Medium Fernsehen trug schnell zur Popularisierung der neuen Sportart bei. Demonstrationsteams der marktführenden Firma Burton Snowboards taten in den Skigebieten der USA und Europas ein übriges zum Boom.

 

Mitte der 80er Jahre entwickelte sich sehr schnell ein professionell organisierter Rennzirkus. Die Internationale Snowboard Federation (ISF) richtete seine ersten WM in Livigno und St. Moritz aus. 1988 bildete sich der Deutsche Swowboard Dachverband (DSVD), der auch ab 1989 jährlich Deutsche Meisterschaften organisierte. Der DSVD wurde aber im September 1995 handlungsunfähig. An seine Stelle der "ISF Germany", der seinen Sitz in München hat. Die große Selbständigkeit des ISF und sein millionenfacher Zulauf, man schätzte Anfang 1990 die Zahl der Snowboarder auf drei Millionen, rief den Internationalen Skiverband und seine nationalen Verbände auf den Plan. 1994/95 wurde plötzlich aus dem Nichts ein Weltcup mit 50 Rennen ausgeschrieben. 1996 gab auch die erste WM der FIS.

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Geschichte

 

Die Spitzenfahrer der IFS boykottierten jedoch die FIS-Rennen. Erst als als das Internationale Olympische Kommitee beschloß Snowboard mit den Disziplinen Riesenslalom und Halfpipe ins Programm für Nagano 1998 aufzunehmen, kam es zu einer Annäherung beider Verbände. Danach starteten ISF-Mitglieder bei FIS-Weltcuprennen, um die notwendigen Qualifikationspunkte für Nagano zu erringen.  Im Snowboard gibt es die klassischen Alpindisziplinen Riesenslalom, Parallelslalom sowie die Freestyledsiziplin Halfpipe, die auf nationaler und internationaler Ebene ausgetragen werden. Der große Trend dieser Sportart heißt aber "Weg vom vom tierischen Wettkampfernst, hin zum Spaß am Boarden und Dabeisein!" Deshalb bietet die ISF außergewöhnliche Wettbewerbe an wie Boardercross, Incity-Events, Glacier-Tour, Downtown-Boarding, Mini-Cross und Camps.

Die Regeln beim Riesenslalom, meist als Giant Slalom bezeichnet, sind ähnlich denen beim alpinen Skisport. Sieger ist, wer in zwei Läufen die kürzeste Zeit benötigt. Allerdings ist der Hang für Männer und Frauen gleich. Er soll 936 m lang sein, eine Breite bis zu 30 m mit einem Neigungswinkel von 18,2 Prozent haben. Ein Tor besteht aus einer kurzen (bis max. 40 cm) und einer langen Stange (110 cm) und einer Fahne in Form eines Triangels. Die Tore sind jeweils an der kurzen Stange zu umfahren. Zwei Läufe werden gestartet. Beim zweiten sind die Tore anders zu setzten. Die schnellsten 15 Frauen und die 25 besten Männer qualifzieren sich für den zweiten Lauf.

Die Disziplin Halfpipe ("halbe Röhre") ist für den Aktiven und Zuschauer besonders spektakulär. Denn in einem Schneekanal von 120 m Länge, 15 m Breite, 3,5 m Tiefe und einem Neigungswinkel von 18,2 Grad sind nicht nur einfache Luftfahrten ("aerials") auszuführen. Manöver, Sprünge und Tricks in unterschiedlichen Kategorien sind darzubieten. Fünf Wertungsrichter entscheiden über die Gesamtpunktzahl. Folgende Kategorien werden bewertet: Standardmanöver, Roationen, Amplitude, Landung und Technischer Wert.

Der Wettkampf wird über eine Qualifikation, dem Achtel-, Viertel- und Semifinale bis hin zum Finale ausgetragen.

 

Die Welle schwappte auch sehr schnell nach Europa über. Im Winter 1979/80 sah man teilweise sehr phantasievolle Eigenbaugeräte in Deutschland und Frankreich auf den Pisten. Etablierte Skifirmen begannen bald mit der Produktion neuer Bretter. 1983 wurden sie bereits serienmäßig hergestellt.

 

 

 

1900 - Toni Lenhardt (AUT) erfindet den Monogleiter, einen Vorläufer des Snowboards

1914 - Bruck an der Mur: Erstes Monogleiter-Rennen

1929 - Jack Burtchett (USA) unternimmt erste Versuche mit einer Holzplatte

1965 - Sherman Oppen (USA) baut mit Hilfe der Sportartikel-Firma Brunswick Sport Goods ein erstes Gleitbrett für Schnee. Dieses Snowboard ist aus Plastik und hat keine Bindungen und Stahlkanten.

1977 - Londenderry: Der Amerikaner Jake Burton Carpeter gründet in Vermont die Firma "Burton Snowboards". Er bietet das erste flexible Holzboard mit Wasserskibindung an.

1981 - In Nordamerika findet das erste Rennen statt

1979 - Skateboarder verbreiten diesen neuen Sport rasch in Deutschland und Frankreich

1980 - Rossignol blad beginnt in Europa mit der Massenproduktion von Snowboards

1982 - Woodstock (USA): Erste US-Meisterschaften

1983 - In Europa beginnt serienmäßige Produktion von Boards

1986 - Hamburg wird zur Boarder-Hochburg

1988 - Hamburg: Gründung des Internationalen Snowboard-Magazins

1985 - Die International Snowboard Federation (ISF) richtet in Livigno und St. Moritz die ersten.Weltmeisterschaften aus

1988 - München: Gründung des Deutschen Snowboard-Dachverbands

1989 - Erstmals Deutsche Meisterschaften

1994 - Der Internationale Skiverband beschließt auf dem FIS-Kongreß in Rio de Janeiro die Durchführung eines eigenen Weltcups mit 50 Rennen

1994 - Die ISF boykottiert mit allen Topfahrern die FIS-Rennen

1995 - Karuizawa: Snowboard wird ins Olympische Programm von 1998 aufgenommen

1996 - Lienz (AUT): Erste Weltmeisterschaft der FIS

1996 - FIS und ISF finden einen Kompromiß für die Olympia-Qualifikation. Daraufhin hebt die ISF ihren Boykott der FIS-Rennen auf.

 

Regeln in Kürze:

Riesenslalom

Modus : Wie bei den Alpinen Wettbewerben geht ein Rennen über zwei Durchgänge (beide neu gesteckt). Für den zweiten Durchgang qualifizieren sich jeweils die schnellsten 15 Frauen und 25 Männer; gestartet wird in umgekeherter Reihenfolge.
Die Piste : Länge: 936 m und Breite: 30 m. Der Hang muss eine Höhendifferenz von 290 m aufweisen. Die Tore sind immer bei der kurzen Stange zu umfahren.

Halfpipe

Wettbewerb mit Sprüngen in einem Schneekanal in der Form einer halben Röhre.
Modus : Qualifikationsrunde (zwei Läufe), in der sich jeweils die besten vier Frauen und acht Männer direkt qualifizieren. Die Finalrunde wird im k.o.-System mit Achtel-, Viertel-,Halbfinale und Finale ausgetragen.
Die Kampfrichter müssen für die Wertung der Athleten den jeweiligen Schwierigkeitsgrad selbst einschätzen (von normal bis schwierig). Pro Kategorie können jeweils 10 Punkte vergeben werden. Durch Addition der einzelnen Werte ergibt sich die Gesamtpunktzahl für den Athleten. Sieger ist der mit der höchsten Anzahl an Punkten.
Punkteabzüge gibt es bei Gebrauch der Hand zur Stabilisierung und bei Stürzen.
Wertungskriterien : es zählt Vielfalt, Schwierigkeit und Ausführung der Tricks, Sprünge und Manöver.
Wertungskategorien : Standardmanöver, Rotationen, Amplitude, Landung, Technischer Wert.

 

 

http://www.isf.net.com

 

 

 

 

FIS - Fédération Internationale de Ski, CH-3653 Oberhofen/Thunersee;
Tel.: +41 (0) 33-244 61 61 

http://www.fis-ski.com

Aktualisierung: 26.10.2010 - 10:01 / Redaktion: Schneestation
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